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Der Weg, der keiner ist

28.04.2016 11:37

Beim Spazierengehen begegnete mir heute eine große schöne blaugrüne Libelle.

Ich blieb stehen, weil ich sie bewunderte. Sie kam immer näher und bewegte sich schließlich in eigenartigen Mustern vor mir.
Ich fragte mich, was willst du mir hier für ein Zeichen geben?

Ich schaute genauer hin und sah, dass sie die Form von einem Yin-und-Yang-Zeichen abflog, im gleichen Augenblick erkannte ich die Bedeutung, die sie mir mitteilen wollte: Gott ist beides: Yang, das Positive, und Yin, das Negative, du kannst Ihn nicht auf einem Weg suchen! Du würdest dich nur zwischen A und B bewegen, in IHM!, aber nie außerhalb von Ihm und dann nach zurückgelegtem Raum und zurückgelegter Zeit plötzlich in Ihm, ES GIBT NUR IHN! Während mir dies bewusst wurde, kam eine zweite Libelle (YIN) und beide flogen zusammen davon ...

Es gibt nichts zu suchen, es gibt nichts zu finden. Welch wunderbare Ruhe und Stille diese Worte beinhalten. Der sogenannte spirituelle Mensch ist meistens dabei genauso übel dran wie der materiell ausgerichtete Mensch. Wieso? Beide suchen, der materielle versucht seine materiellen Bedürfnisse zu befriedigen und der spirituelle seine geistigen Bedürfnisse, beide kennen kein Ende, es sei denn, es wird erkannt, dass uns nichts befriedigt, solange wir suchen, egal was. Suchen geht immer von einem unzufriedenen Zustand, von einem Mangelzustand aus, entweder in anderen, in unserer Umwelt oder in uns. Gott kennt aber keinen Mangel, Er kennt nur Fülle und Zufriedenheit, wie könnte Er sonst b e d i n g u n g s l o s lieben?

Es gibt nichts zu erreichen. Alles, was du erreichen kannst, heftet dein Bewusstsein an Raum und Zeit. Sie sind aber eine Illusion und in einem einzigen Moment verschwunden. Wieso? Ohne Raum und Zeit kannst du träumen, wochenlang auf einen Freund gewartet zu haben, du wachst auf und es war womöglich sogar nur ein Sekundenschlaf, in einer Dimension Wochen, in der anderen 1 Sekunde und wieder in einer anderen Dimension ist überhaupt keine Zeit vergangen. Wahrheit muss JETZT sein. Wahrheit muss HIER sein. Stille ist ...

Oft ist es ein erschütterndes Ereignis, dass uns Gott suchen lässt. Wir wollen es verstehen und wir stellen uns vor, wenn wir Gott gefunden haben, sind wir alle Probleme los. Wir suchen Ihn, um Mittel und Wege der Erleichterung und der Linderung von Leid zu finden. Möglichst die Macht zu finden, die uns Sicherheit gibt und ein schönes Leben, so wie wir es uns vorstellen. Also begeben wir uns auf die Suche, wir begeben uns in einen Zustand, der Entfernung von Ihm voraussetzt (= suchen) und der in dem Moment diese Entfernung damit erst recht in unserem Bewusstsein schafft. Je stärker die Suche wird, desto verzweifelter werden wir, wir verzweifeln, wir werden entzweit, wir treten noch mehr aus der Einheit heraus, wir entfernen uns von Ihm, erreichen praktisch das Gegenteil.