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Es gibt nichts zu erreichen

02.03.2017 19:08

Es gibt nichts zu erreichen. Genieße die Stille dieser Erkenntnis. Keine Ziele mehr in einer virtuellen, nicht jetzt existierenden Zukunft, sondern Ziel und Erfüllung rücken in die Gegenwart, ins Hier und Jetzt.

Wir bestimmen selbst, wann und wo wir unser Ziel erreicht haben. In Wirklichkeit ist bereits alles erreicht. Denn was wir suchen, ist nicht unsere Vorstellung oder Erwartung, die wir von unserem Leben haben, sondern eigentlich suchen wir den Zustand der Er(d)füllung und der stellt sich von alleine ein, wenn wir alle Anstrengungen aufgegeben haben, um ein vermeintliches Loch selbst zu füllen.

Sehnsucht wird nur durch das gestillt, was dem Sehnen ein Ende macht, nicht durch das, von dem wir denken, dass wir es ersehnen müssen, es gibt nichts zu suchen, es gibt nichts zu finden, dieses Bewusstsein erfüllt all unsere Sehnsüchte und führt in die Stille.

Alles, was wir erreichen können, können wir auch wieder verlieren, nur dass was immer ist, ist.

Wende deine Augen nur zu dem, was du nie verlieren kannst, was du nicht zu erreichen brauchst, und sieh: Es ist alles da.

Nicht der Widerstand schützt uns vor dem, was wir vermeiden wollen, denn wir befürchten in Wirklichkeit nicht das Befürchtete, sondern die Angst und das Leid und diese lassen von uns los, wenn wir Ergebnisse loslassen.

Heißt dies nun willenlos und phlegmatisch zu werden? Nein, oft gibt es zwei Wahrheiten, die paradox erscheinen, aber gleichzeitig existieren können. Hingabe und gleichzeitig ein in tiefer Innigkeit ausgesprochenes Gebet widersprechen sich nicht. Das eine ist die eine Ebene und das andere die andere Ebene. Das eine schließt das andere nicht aus, bildet aber die größte Einheit, wenn vor unserer Bitte ein fragendes Fühlen kommt, ob die Bitte stimmig ist. Glaube an die innere Führung und sie ist da. Fühle, dass es nur EINS gibt, das durch uns handelt, und es ist wahr.
Aber es ist immer wahr, auch wenn wir uns nicht dessen bewusst sind, die Trennung entsteht, indem wir anfangen, das Göttliche zu definieren, und sagen: Das Göttliche ist dies, ist jenes und das andere ist es nicht usw.
Auch da existieren zwei Wahrheiten auf unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig. Auf der einen Seite ist alles Leben in Bewegung und es gibt Eigenschaften, die fördern diesen Fluss, und es gibt Eigenschaften, die erzeugen Reibung mit dem Fluss des Lebens.

Die Eigenschaften, die ein harmonisches Fließen zulassen, nennen wir göttlich. Dies ist aber nur wahrnehmbar, wenn es einen Vergleich gibt. Licht wäre ohne Dunkelheit nicht. Deswegen lässt Goethe Mephisto in Faust sprechen: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und nur das Gute schafft.“ Aber wie können wir, solange wir nach etwas streben, dem Göttlichen zugestehen, dass es auch in der Dunkelheit wohnt? Wir würden uns selbst widersprechen. Natürlich ist dies keine Legitimation zu ungezügeltem Verhalten, aber ein Tor, überall nur die Liebe zu erkennen, über uns, vor uns, hinter uns, unter uns, in uns, jederzeit überall in Ewigkeit.

Die Dunkelheit dient dem Licht, sich selbst zu erkennen.

Dunkelheit ist Sich-nicht-bewusstes-Licht, durch dessen Erkennen muss es leuchten und ist auch Licht oder wenn es als solches vom Licht erkannt wird und das Licht, egal wohin es blickt, nur noch Licht sieht.